Wie ein Bischof mit 140 Zeichen Brücken zwischen Himmel und Erde baut

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Bei der Suche nach einem progressiven und volksnahen Menschen würde einem vermutlich Papst Benedikt XVI nicht als Erster in den Sinn kommen. Über die Pfingsttage hat der Heilige Vater allerdings die jungen Katholiken aufgefordert, “ihren Glauben in die digitale Welt hinauszutragen”.

Einer der Jünger von Joseph Ratzinger, der Bischof von Limburg, Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst (Foto), nutzt die neuste Web2.0-Möglichkeit: er lässt twittern. Mit diesem Kurznachrichtendienst will das Bistum laut Medieninformation “Brücken der Kommunikation zwischen Himmel und Erde bauen”.

Foto von Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst: Robert G. Eberle

2 Comments on “Wie ein Bischof mit 140 Zeichen Brücken zwischen Himmel und Erde baut”

  1. Müller Reto

    Ach mein Gott, oder wie ich zu sagen pflege (am liebsten in Facebook):
    Das Leben ist mehr als eine Statusanzeige.

  2. open society

    Lieber Mark Balsiger

    Darf ich höflichst bitten, solche Nachrichten nur mit der gebührenden Vorankündigung und einem langweiligen Titel zu publizieren. Ich bin ob des Titels und der ersten Zeilen nämlich mächtig erschrocken!
    Die hl. Röm.-kath. Kirche ist im 21. Jh. angekommen! Also im Hier und Jetzt! Halleluja! Hosianna!

    Erst nach ein paar Zeilen löste sich die beginnende Schockstarre wieder. Fehlalarm! Nicht die Kirche ist im 21. Jh. angekommen. Lediglich die päpstliche corp com (vocis papa?) ist im besten christlichen Sinne nun mitten unter uns.

    Der grosse Rest, vor allem aber die zu Grunde liegende Mentalität, die befindet sich nach wie vor kurz nach dem Tode Galileo Galileis, also geistig irgendwo zwischen narrativer Erzählung und Verbreitung des Buchdruckes. Von Luther hat man zwar schon gehört, aber eben nichts Gesichertes. Man besinnt sich nach wir vor auf die Tradition, zelebriert die Kunst des inneren Machterhaltes und feilt an der Dogmatik.

    Vergleichen liesse sich dies vielleicht mit einem hochaktuellen Bild:
    Barack Obama hält seine Rede an die muslimische Welt in Arabisch, dafür aber aus dem bombensicheren Bunker irgendeiner Air Base in Montana.

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