SVP Bern: Rettungsversuch von Hermann Weyeneth & Co

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Die SVP auf fast allen Kanälen – auch hier.

“10vor10” meldete gestern Abend, die Abtrünnigen der Berner SVP seien sich ihrer Sache bereits nicht mehr sicher. Aber gucken Sie selber.

Natürlich laufen die Drähte im Hintergrund heiss. Aber nicht nur ausgelöst vom ehemaligen Berner Kantonalpräsidenten und Nationalrat Hermann Weyeneth (Bild), der zusammen mit Gleichgesinnten die Spaltung der SVP Bern verhindern will.

weyeneth1.jpgSein Rettungsversuch kommt zu spät, es gibt keinen Weg zurück. Es gibt auch keinen dritten Weg und schon gar keine Möglichkeit, der SVP Schweiz Auflagen für eine Rückkehr in die Mutterpartei zu machen.

Jahrelang wurden die liberaleren Kräfte innerhalb der Berner SVP gedehmütigt und lächerlich gemacht. Am Montag haben sie die Konsequenzen gezogen und die Flucht nach vorne angetreten. Fallen sie jetzt um, verlieren sie ihre Glaubwürdigkeit. Das können sie sich schlicht nicht leisten, weil jeder Nebensatz, den sie verbal oder in Mails äussern, in der Öffentlichkeit seziert und interpretiert wird.

Und zum Schluss noch dies: Ein Korrigenda zuhanden der “10vor10”-Redaktion: Hans Grunder ist einer der Wortführer der Abtrünnigen, aber nicht Präsident der SVP Bern.

Foto Hermann Weyeneth: keystone

9 Comments on “SVP Bern: Rettungsversuch von Hermann Weyeneth & Co”

  1. open society

    Nicht nur der liberale Berner Flügel wurde immer wieder gedemütigt. Da ist auch andernorts noch Frustrations-Potential da, welches sich entladen könnte.
    Wie sehr aber die SVP durchgeschüttelt wird, zeigen auch andere Fakten: Spuhler fordert Blocher öffentlich auf, sich mit dem Rücktritt zu befassen. Vor dem 12.12.07 wäre dies als Majestätsbeleidigung geahndet worden! Derzeit passieren in der SVP Dinge, welche vor knapp sechs Monaten noch undenkbar schienen.
    Dies wird das Selbstverständnis dieser Partei nachhaltig verändern.

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  5. R.Stucki

    Hermann Weyeneth wirft BR Schmid Verrat vor. Einem Menschen, der sich viel zu lange hat bieten lassen,was sich die Zürcher SVP ihm gegenüber erlaubt hatte. Zum Glück ist die neue Partei entstanden, in welcher Anstand Platz hat! Dass ein Hermann Weyeneth hier nicht klar sieht, ist mir unverständlich. Seine Attacke im Tagesanzeiger ist absolut hanebüchen!

  6. Stäheli Th.

    Weyeneths Aussage gegen Bundesrat Schmid u.a.ist derart primitiv und impertinent, dass ich mich ernsthaft frage, ob der Genannte seine Aeusserungen gedanklich noch verstaht.

  7. Scheidegger Ch.

    VN2001-3, mit Nachtrag vom 8.7.2002

    “Die Schweinefabriken von SVP-Nationalrat Weyeneth und der Landwirtschaftsschule Rütti in Zollikofen”

    Link: http://www.vgt.ch/vn/0103/weyeneth.htm

    Irgendwie geht immer alles sehr schnell vergessen….. (Leider)

    Wie stark hat doch der Herr W…. von der “SVP-CH” für seine persönliche Karriere in der SVP profitiert. Nun so gegen BR Schmid auszusagen ist schlichtweg eine bodenlose Frechheit. Soll er doch besser zu seinen Schweinen schauen und die Politik lassen, da er eh immer eine Fahne war, die jeweils mit dem Wind weht.

  8. Beat Hofer

    Es ist unglaublich: Haben einige SVPler, die diesen Namen noch verdienen – nach Jahren der Demütigung – einmal den Mut, aufzustehen um die Ideen Ruedi Mingers in einer neuen Partei wieder aufleben zu lassen, wirft man ihnen Verrat vor! Die Verräter sind nicht die Abtrünnigen, sondern die Angsthasen von Parteidelegierten, welche um ihre Mandate fürchten, statt geschlossen der BDP beizutreten: Durch ihren Verbleib in der (von Zürcher Diktatoren dominierten) Mutterpartei verraten sie die Überzeugungen Ruedi Mingers!
    Pfui, Herr Weyeneth, für Ihre deplazierten Bemerkungen! Sie sind in meiner Achtung ins Bodenlose gesunken!

  9. Mark.Balsiger

    Hermann Weyeneth muss am Montag Abend an der Delegiertenversammlung der Kantonalberner SVP in Belp tatsächlich kräftig auf die Tube gedrückt haben. Es dürfte das letzte Mal gewesen sein, die Parteispaltung ist passiert, die Emotionen haben ihren Höhepunkt erreicht. Weyeneth, in den fremden wie den eigenen Reihen gefürchtet, war lange Jahre eine Schlüsselfigur. Er hat die Karrieren von anderen mitermöglicht, zum Teil hat er sie auch abrupt beendet. Während seiner Präsidialzeit hat er den Spagat zwischen Anpassung an die Mutterpartei zürcherischer Prägung und der Berner “Besonnenheit” ausgesprochen geschickt kommuniziert.

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