Regierungsratswahlen Zürich: Markus Kägi oder doch Martin Graf?

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Vor vier Jahren war Pfeffer im Zürcher Wahlkampf: Neun Kandidierende buhlten um die sieben Sitze der Kantonsregierung. Das Rennen war offen, ihre Wiederwahl auf sicher hatten nur Ursula Gut (fdp), Regina Aeppli (sp) und Markus Notter (sp).

Vor dem Wahltermin vom 15. April 2007 lauteten die zentralen Fragen:

– Wie schneiden die relativ unbekannten Kandidaten, Thomas Heiniger (fdp) und Markus Kägi (svp), ab?
– Klappt die gegenseitige Unterstützung für den bürgerlichen Vierer (2 FDP, 2 SVP), gerade im Wissen darum, wie oft sich diese beiden Parteien in den vorangegangen Jahren gefetzt hatten?
– Was geschieht mit dem “blockfreien” Kandidaten Hans Hollenstein, der mit der CVP nur eine kleine Basis hat?
– Vermag einer der beiden grünen Kandidaten – Martin Graf (echtgrün) und Martin Bäumle (lindengrün) – unter die ersten sieben Plätze vorstossen – oder sogar beide?

Schliesslich schafften alle neun chancenreichen Kandidierenden das absolute Mehr von 87’922 Stimmen. Zur Erinnerung der Zieleinlauf:

Dieses Mal präsentiert sich die Ausgangslage ziemlich fad, auch wenn die Kandidierenden noch bis morgen Sonntag auf der Strasse um letzte Stimmen kämpfen werden.

Die einzige offene Frage ist gemäss den Sachverständigen, ob Markus Kägi (svp, bisher) die Wiederwahl schafft oder ob er von Martin Graf (grüne) verdrängt werden kann. Der geschlosssene Support seines eigenen Lagers ist ein grosser Bonus für Kägi. Der Blick in die Vergangenheit zeigt zudem, dass 1963 zum letzten Mal ein amtierenden Zürcher Regierungsrat abgewählt worden war.

Martin Graf kommt womöglich zunutze, dass er von der Fukushima-Havarie – ich nenne das den “dritten grünen Frühling” – profitieren kann.

Martin Bäumle (glp) wird es zutiefst bedauern, dass er nicht ins Rennen gestiegen ist. So bleibt es beim Duell Kägi gegen Graf.

– Grafik: Thomas Hodel
– Foto Markus Kägi und Martin Graf: keystone

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